Corint Media legt Face­book Lizenz­ver­trag vor

Für die Rech­te der bis jetzt ver­tre­te­nen Rech­te­inha­ber wird eine Lizenz­ge­bühr von 190 Mil­lio­nen Euro im Jahr 2022 gefor­dert.

Pres­se­mit­tei­lung
Ber­lin, 02.12.2021
Corint Media-Geschäfts­füh­rer Chris­toph Schwennicke (l.) und Mar­kus Run­de

Nach Goog­le hat Corint Media nun auch der Face­book Ire­land Ltd. als Betrei­be­rin von u. a. Face­book in Deutsch­land einen Lizenz­ver­trag vor­ge­legt und folgt damit der gesetz­lich vor­ge­schrie­be­nen Gleich­be­hand­lung. Im Ange­bot bezif­fert Corint Media die Ver­gü­tung im Jahr 2022 auf 190 Mil­lio­nen Euro. Lizen­ziert wer­den die viel­fäl­ti­gen Nut­zun­gen von Pres­sein­hal­ten in den Face­book-Diens­ten sowie auf Insta­gram (u. a. in den inte­grier­ten Funk­tio­nen eines per­so­na­li­sier­ten News Feed, Web­sei­ten für Unter­neh­men, so genann­te „Pages“, dem unmit­tel­ba­ren Aus­tausch von Nach­rich­ten – Instant Messaging, „Face­book Mes­sen­ger“ – und Samm­lun­gen von Nach­rich­ten­in­hal­ten („Face­book News“)). Die For­de­rung berech­net sich aus einem übli­chen Ver­gü­tungs­satz auf die rele­van­ten Umsät­ze des ver­wer­ten­den Unter­neh­mens im jewei­li­gen Markt – hier Face­book Ire­land Ltd. in Deutsch­land.

Die Schieds­stel­le beim Deut­schen Patent- und Mar­ken­amt (DPMA) – zustän­dig für die Bewer­tung von Tarif- und Ver­gü­tungs­fra­gen – hat­te bereits vor län­ge­rem einen Lizenz­satz von bis zu 11 % auf die rele­van­ten Umsät­ze für das Gesamt­re­per­toire als grund­sätz­lich ange­mes­sen bewer­tet. Da Corint Media die Rech­te von der­zeit über 240 digi­ta­len Pres­se­ver­öf­fent­li­chun­gen im deut­schen Markt wahr­nimmt, redu­ziert sich der Pro­zent­satz ent­spre­chend. Für Face­book und sei­ne ver­gü­tungs­re­le­van­ten Toch­ter­un­ter­neh­men wer­den die in Deutsch­land erwirt­schaf­te­ten Umsät­ze auf rund fünf Mil­li­ar­den Euro für das Jahr 2020 geschätzt.

Die gefor­der­te Sum­me ord­net sich im inter­na­tio­na­len Ver­gleich ein. Bereits Mit­te Okto­ber 2021 hat Corint Media Goog­le als größ­tem Nut­zer des Pres­se­leis­tungs­schutz­rechts einen Lizenz­ver­trag vor­ge­legt und zu Ver­hand­lun­gen auf­ge­ru­fen. Mit Micro­soft und wei­te­ren Nut­zern befin­det sich Corint Media eben­falls in Gesprä­chen.

Mar­kus Run­de und Chris­toph Schwennicke, Geschäfts­füh­rer Corint Media:  „Nach Goog­le konn­ten wir jetzt auch Face­book als wei­te­rem gro­ßen Nut­zer des Pres­se­leis­tungs­schutz­rechts ein kon­kre­tes Ange­bot auf Basis der uns bekann­ten Fak­ten vor­le­gen. Es geht jetzt dar­um, mit den größ­ten Nut­zern für das euro­pä­isch legi­ti­mier­te Recht zeit­nah und vor allem sehr trans­pa­rent einen kon­kre­ten Preis fest­zu­le­gen, der der Bedeu­tung der gesam­ten Pres­se im Netz gerecht wird.“

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